Zwischen Volksfest und Festvolk

Die interdisziplinäre Inszenierung erforscht auf der Grundlage von „Kasimir und
Karoline“ von Ödön von Horváth die Feier- und (Volks-) Festkultur unserer
Gesellschaft.
Ob nun Fasnacht, Kölner Karneval, Cannstatter Wasen oder wie in der Stückvorlage
das Oktoberfest, alle Volksfeste verbindet der rege Konsum von Alkohol, die
Ausgelassenheit bis hin zum exzessiven Feiern, die Verkleidung und die wie Hymnen
zelebrierte Volksmusik.
Doch was macht die Attraktivität dieser Feierkultur aus?
Ist es der Ausbruch aus der Realität in den Schein und die Reizüberflutung, eine
Alltagsflucht und somit ein Zustand ohne Verpflichtungen, das pure Gefühl von
Freiheit und unbegrenzten Möglichkeiten? Die Chance sich neu zu erfinden oder
den Rückzug des Individuums zu einem Urinstinkt, das Zugehörigkeitsgefühl, dem
Verschmelzen mit der Masse des Festvolks? Die Ewigkeit im Moment der Weltvergessenheit,
das Ritual im Konsum? Gar die Suche nach Liebe?
„Man hat halt oft so eine Sehnsucht in sich“

Es spielen

Barbara Krehl (Karoline)
Michael Lauther (Kasimir),
Gereon Niekamp (Schürzinger)
Angelika Rissler (Der Merkl Franz),
Andrea Stamwitz (Dem Merkl Franz seine Erna)
Philipp Basler (Rauch)
Barbara Lampert (Speer)
Nicole Jendrossek (Elli)
Silke Mahnke (Maria)

Regie: Miriam Lemdjadi
Assistenz: Nele Kaiser
Choreografie: Rica Lata Matthes
Film: Sascha Schmidt
Elektronische Musik: DEEF
Chor Arrangement: Reinhard Holz
Kostümbild: Lucy Herzog
Plakat/Flyer: Gordon Jäntsch

Aufführungen

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Förderer

Offenburger Bürgerstiftung St Andreas

Kulturbüro Offenburg